Parteireform: Abstimmung über beste Aktion

12.03.2010

Die Arbeitsgruppe Parteireform beschäftigte sich über zwei Jahre mit der Frage, wie sich die FDP angesichts einer wandelnden Bürgergesellschaft noch besser vor Ort präsentieren und aktiv werden kann. Die Bundespartei stellt jetzt acht Vorschläge zur Abstimmung, die zügig umgesetzt werden sollen. Wählen Sie aus, welche Aktion Sie am besten finden. Das Ergebnis wird auf dem Bundesparteitag in Köln präsentiert.

Neues Kapitel in der Netzpolitik: Internet-Enquete

08.03.2010

Mit der am Donnerstag vom Deutschen Bundestag eingesetzten Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” wird “ein neues Kapitel in der Netzpolitik aufgeschlagen”, freut sich der liberale Internetexperte Manuel Höferlin. In seiner Rede verwies er auf die neue Website der FDP-Fraktion www.open-enquete.de, die während der Debatte online ging, und rief die Internet-User dazu auf, am Dialog auf der Seite teilzunehmen.

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Schon am Montag – auf die Sekunde genau um 14 Uhr – wurde der Startschuss gegeben für die modernisierte Webseite www.fdp-fraktion.de. Der erste Parlamentarische Geschäftsführer, Jörg van Essen, hob hervor, dass der Internetauftritt für die Liberalen mehr als eine Visitenkarte ist. “Er ist Informationspool und Nutzwertbereich zugleich – informativ, intuitiv und individuell.”

(aus dem FDP-Newsletter)

FDP: Kein Zeitdruck für neues Datenschutzrecht

03.03.2010

Berlin (dpa) - Die FDP-Bundestagsfraktion sieht keinen Zeitdruck für ein neues Datenschutzgesetz. «Eine Sicherheitslücke sehen wir ausdrücklich nicht», bekräftigte FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger am Mittwoch in Berlin. Einen Zeitpunkt für die Ausarbeitung eines neuen Gesetzes nannte sie auch auf Nachfrage nicht. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen die bislang massenhafte Speicherung von Telefon- und Internetdaten will sich auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) bei der Ausarbeitung eines neuen Gesetzes Zeit lassen. Dagegen dringt die Union auf rasches Handeln, weil sie Nachteile bei der Kriminalitätsbekämpfung befürchtet.

Homburger verwies darauf, dass jetzt praktisch der rechtliche Zustand wie vor dem 1. Januar 2008 herrsche. Daten bei Telefonunternehmen könnten für Ermittlungszwecke genutzt werden. Sie dürften nur ausdrücklich nicht zu diesem Zweck gesammelt werden. Mit der Vorratsdatenspeicherung habe sich die Aufklärungsquote nicht verändert. «Wir wollen jetzt nicht überstürzt handeln. Wir legen größten Wert darauf, dass die Maßstäbe des Karlsruher Urteils auch angewendet werden», sagte Homburger.

gefunden bei http://www.cio.de/news/wirtschaftsnachrichten/2226391/

Lindner in der ZEIT: Für einen anderen Staat

01.03.2010
“Der Liberalismus kreiste nie um gesichtslose Kollektive. Sein archimedischer Punkt ist der einzelne Mensch der Gegenwart und der Zukunft: Freiheit ist die Summe von Optionen für den eigenen Lebensentwurf. Der Liberalismus weiß um die Fehlbarkeit des Menschen. Er bindet die Freiheit deshalb an Verantwortung für die Ergebnisse und an Regeln des Zusammenlebens. Sein Individualismus ist nicht allein eine moralische Kategorie, sondern zugleich ein Organisationsprinzip: In den komplexen, modernen Gesellschaften ist Wissen schließlich nicht zentral an einer Stelle versammelt, sondern unter den Menschen verstreut und nur gleichermaßen unvollständig wie widersprüchlich vorhanden. Sie können folglich nicht mit Aussicht auf Erfolg vom technokratischen Reißbrett aus durchorganisiert werden. Durch Regeln gebundene Freiheit wirkt über den Wettbewerb wie ein »Entdeckungsverfahren« (Friedrich August von Hayek) für neue Problemlösungen und alternative Lebensentwürfe. Diese »quantitative Freiheit« (Claus Dierksmeier) des konsequenten Liberalismus öffnet einen dem Zugriff von Staat und Gesellschaft entzogenen Raum.”

Mehr dazu: http://www.zeit.de/2010/09/Antwort-Liberalismus

Rheinische Post: FDP-General Lindner wirft der SPD Vergiftung der politischen Kultur vor

24.02.2010

Guck mal, wer da schreit: SPD-Chef Gabriel hat selbst fette Honorare von VW kassiert.

Düsseldorf (ots) – In der Debatte um die Verflechtungen von Politik und Wirtschaft wird der Ton zwischen den Parteien schärfer. “Wieder einmal vergiftet die SPD die politische Kultur in unserem Land”, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Donnerstagsausgabe). “Die Unterstellungen gegen Guido Westerwelle sind unter aller Kanone.”  Die SPD hatte FDP-Chef Westerwelle wegen Honorarzahlungen für Vorträge angegriffen. Dazu sagte Lindner: “Sigmar Gabriel hat ganz persönlich 130.000 Euro privates Honorar von VW kassiert, und die SPD hat in der vergangenen Legislaturperiode über eine Million Euro an Spendengeldern von der Automobilindustrie gesammelt.”  Trotzdem werfe die FDP  der SPD nicht vor, “dass sie die Abwrackprämie eingeführt oder sich für das VW-Gesetz stark gemacht hat”.

http://www.blogspan.net/presse/rheinische-post-fdp-general-lindner-wirft-der-spd-vergiftung-der-politischen-kultur-vor/mitteilung/142697/

Focus: Westerwelle sieht Mängel in Firmen

23.02.2010

Der Focus schreibt:

FDP-Chef Westerwelle will Missbrauch von Hartz-IV-Empfängern bei Unternehmen stärker bekämpfen. Er klagt über Arbeitslose als unbezahlte Praktikanten ohne Perspektive. „Auf beiden Seiten muss man den Missbrauch bekämpfen, ausdrücklich auch bei den Firmen“, sagte Guido Westerwelle der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Es gehe etwa um Firmen, die Hartz-IV-Empfänger als kostenlose Praktikanten missbrauchten, ohne ihnen eine echte Perspektive geben zu wollen. Er wolle die Debatte ausweiten, die „in Wahrheit auch eine Debatte über die Moral in der Wirtschaft“ sei.

Beschluss des FDP-Präsidiums

22.02.2010

Berlin. Das Präsidium der Freien Demokratischen Partei hat am 22. Februar 2010 beschlossen:

1. Das Präsidium der FDP begrüßt die Debatte über die Zukunft des Sozialstaats. Sie bietet die Chance für Deutschland, Hilfe für Bedürftige wirksamer und für die Solidargemeinschaft finanziell tragfähig zu gestalten. Liberale stehen für die faire Balance zwischen den Leistungsempfängern und den Leistungsgebern in unserer Gesellschaft. Die Solidarität der Mitte der Gesellschaft ist für uns eine wertvolle Ressource, die nicht fahrlässig verwendet werden darf, weil die Mittelschicht sonst der Möglichkeiten für Eigenvorsorge und Zukunftsinvestitionen beraubt wird. Ziel unserer Politik ist es, Menschen durch soziale Investitionen in ihre Bildung erst gar nicht bedürftig werden zu lassen. Bedürftige wiederum wollen wir schnellstmöglich in die Teilhabe an Arbeit und Bildung zurückzuführen.

2. Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hat die mangelhafte und inkonsequente Umsetzung der – in ihren Zielen von der FDP unterstützte – “Agenda 2010″ erneut bestätigt. Die FDP nimmt es zum Anlass, um im System der sozialen Sicherung mehr Fairness zu erreichen. Dazu müssen nicht Regelsätze pauschal erhöht werden, sondern die Effizienz des Sozialstaats bei der Eröffnung fairer Lebenschancen: Wir wollen, dass für jeden arbeitsfähigen Hilfeempfänger die Aufnahme von Arbeit möglich, notwendig und attraktiv ist. Dazu diskutieren wir beispielsweise die Ausweitung von Hinzuverdienstmöglichkeiten zum ALG II, den nur schrittweisen Anstieg von Sozialbeiträgen für Geringverdiener, den Vorrang von Sach- vor Geldleistungen bei Bildungsausgaben für Kinder (z.B. Bildungsgutscheine), die Gewährung von Wohn- und Heizkosten in Form von regional differenzierten Pauschalen, Wege zur Qualitätssteigerung der Arbeitsvermittlung, die bessere Durchsetzung bestehender Sanktionsmöglichkeiten und andere Instrumente. Die Ausdehnung einzelner Leistungen wollen wir durch Effizienzsteigerungen an anderer Stelle im Gesamtsystem realisieren.

3. Nach der jetzt getroffenen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes wird die FDP ein Eckpunktepapier vorstellen und im Rahmen eines öffentlichen Symposiums in Berlin mit Experten und Vertretern gesellschaftlicher Gruppen diskutieren.

4. Das Präsidium der FDP regt an, dass die Bundesregierung den Prüfauftrag zur Zusammenfassung der “vielfältigen und kaum noch überschaubaren steuerfinanzierten Sozialleistungen” (Koalitionsvertrag) und zur Einführung eines aktivierenden Bürgergeldes umgehend mit Leben füllt.

Sieben Anliegen für den Umbau des Sozialstaates

19.02.2010

Beim Politischen Aschermittwoch der FDP in Straubing hat FDP-Parteichef Guido Westerwelle sieben Anliegen für den Umbau des Sozialstaates vorgebracht. Er unterstrich: “Wer den Sozialstaat überfordert, wird ihn zerstören. Wir brauchen einen Neuanfang.” Hier seine Thesen.

1. Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet.

Um das zu erreichen, wollen wir gerade kleine und mittlere Einkommen entlasten. Deswegen wollen wir bei der Steuerreform zum Beispiel den sogenannten Mittelstandsbauch abflachen und haben deswegen bereits die Freibeträge für Kinder erhöht. Leistung muss sich lohnen. Wer die Leistungsgerechtigkeit vergisst, der wird die soziale Gerechtigkeit verlieren.

2. Wir wollen Bürokratie verringern, damit mehr Hilfe ankommt.

Dafür wollen wir ein Bürgergeld einführen, dass die Lebensgrundlage sichert für Bürger, die nicht über ein ausreichendes Einkommen verfügen. Mit dem Bürgergeld wollen wir die komplizierte Vielzahl von Leistungen zusammenfassen und Bürokratie abbauen. Nicht der teure Staat ist der starke Staat, sondern der effiziente, der treffsicher hilft und Verschwendung verhindert.

3. Wir wollen die Aufnahme von Arbeit fördern statt die Arbeitslosigkeit zu verwalten.

Wer soziale Hilfe erhält und sich etwas dazuverdient, der soll mehr von seinem Verdienst behalten dürfen. Deswegen wollen wir Hinzuverdienstmöglichkeiten und Minijobs stärken. Wir wollen, dass der Schwerpunkt der Arbeitsmarktverwaltung wieder die Vermittlung von Arbeit ist. Gute Politik wendet sich gegen die Gewöhnung an Arbeitslosigkeit und baut Brücken zurück in den Beruf.

4. Es darf keine Leistung ohne die Bereitschaft zur Gegenleistung geben.

Wer jung und gesund ist und keine Familienangehörige zu versorgen hat, der soll auch eine Gegenleistung bringen, wenn er die Hilfe der Solidargemeinschaft in Anspruch nimmt. Wer zumutbare Arbeit oder Weiterbildung ablehnt, der muss die Folgen für die Weigerung auch deutlich spüren. Wenn Bürger in Not geraten, haben sie Anspruch auf die Hilfe unserer Gesellschaft: Wer soziale Hilfe in Anspruch nimmt, obwohl er nicht berechtigt dazu ist, nimmt die Hilfe denen, die sie wirklich brauchen. Wir wollen die Bedürftigen vor den Findigen schützen.

5. Ältere dürfen nicht durch das Rost fallen.

Es kann nicht richtig sein, dass Budgetierung und Rationierung Gesundheitsleistungen gerade dann einschränken, wenn die Bürger sie am dringendsten brauchen. Besonders Ältere brauchen deswegen ein Gesundheitssystem mit freier Arzt- und freier Therapiewahl. Darum wollen wir ein Gesundheitssystem, das Patienten freien Zugang zu einer guten Versorgung ermöglicht. Wir wollen die Planwirtschaft im Gesundheitswesen beenden und für mehr Transparenz sorgen. Jeder Patient soll wissen, welche Rechnung in seinem Namen gestellt wird.

6. Wir wollen den Renteneintritt flexibel gestalten.

Um die Beschäftigung Älterer zu fördern, wollen wir alle Barrieren für Arbeit im Alter beseitigen. Daher fordert die FDP, alle Zuverdienstgrenzen neben dem Rentenbezug aufzuheben. Wir wollen, dass jemand ab dem 60. Lebensjahr in Rente gehen kann, wenn dann seine Rente ausreichend hoch ist. Wer dagegen länger arbeiten will und kann, soll dürfen. Die Menschen wissen selbst besser als jede starre Rentenbürokratie, was sie noch können und wollen.

7. Die beste Sozialpolitik ist eine gute Bildungspolitik.

Eine gute Bildungspolitik sorgt nicht nur für die Aufstiegschancen der jungen Generation, sondern auch für die Durchlässigkeit der ganzen Gesellschaft. Von der frühkindlichen Bildung, über Ganztagsschulen bis hin zur beruflichen Bildung und dem Studium: Wer heute in Bildung investiert, wird morgen weniger für Sozialleistungen ausgeben müssen.

http://www.fdp-bundespartei.de/webcom/show_article_start.php?wc_c=358&wc_id=1750

Lindner: Darum geht es der FDP

19.02.2010

Der Generalsekretär mit einem Gastbeitrag in der FAZ:

Die Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft hatten davor gewarnt, den Staat „zu einem Tag und Nacht arbeitenden Pumpwerk der Einkommen“ (Wilhelm Röpke) zu machen. Das Sozialstaatsprinzip sollte nicht gegen das Leistungsprinzip ausgespielt werden. Die Warnung ist verhallt. Wahlkämpfe wurden mit der Ausdehnung sozialer Transfers gewonnen – nicht mit der Steigerung ihrer Wirksamkeit. In einem der am besten finanzierten Wohlfahrtssysteme sind viele Menschen dauerhaft von Arbeit und Bildung ausgesperrt. Obwohl soziale Zwecke bald ein Drittel der Wirtschaftsleistung beanspruchen, werden Sozialhilfekarrieren erblich. Der Wohlfahrtsstaat hat Eigenverantwortung entbehrlich gemacht, Aufstiegswillen gebremst und Mitmenschlichkeit durch anonyme Rechtsansprüche ersetzt – und damit Mentalitäten geprägt.

Die alten Antworten sind in der Debatte präsent, wenn heute etwa die Grünen mit 20 Milliarden Euro Hartz IV auf 420 Euro erhöhen wollen. Neue Perspektiven erhält so niemand, aber die faire Balance der Interessen der Leistungsempfänger und der Leistungsgeber wird bedroht. Die Mitte der Gesellschaft ist solidarisch. Aber ihre Solidarität ist eine wertvolle Ressource, die nicht fahrlässig verwendet werden darf. Der Verteilungsstaat darf ihr nicht die finanzielle Freiheit nehmen, die die Mittelschicht für Eigenvorsorge und der innovative Mittelstand für Investitionen benötigen.

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E461461D3DB9B4E4088AA3C90258F5903~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Prädikat: Lesenswert.

Bilder, mp3 und Videos vom 11. pol. Aschermittwoch aus Karlsruhe

17.02.2010

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mp3-Audio Birgit homburger 17.2.2010
mp3-Audio Ernst Pfister 17.2.2010
mp3-Audio Hans-Ulrich Ruelke 17.2.2010
mp3-Audio Patrick Meinhardt 17.2.2010
mp3-Audio Heinz Golombeck 17.2.2010





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